Bericht Tettau 2011

Autor: Dieter Strube

3. Rennsteig-Longtrail 2011
 

Was hatten wir Anfang des neuen Jahres Schnee! Polare Kälte! Also optimale Voraus- setzungen für den Rennsteig-Longtrail !Die Tettauer Gemeinde hatte Ihre liebe Not und Mühe, einen Steak-Out-Platz in den Schnee zu fräsen.
 Es kam aber dann doch anders als erwartet, obwohl die Wettervorhersage es schon andeutete!  Unsre Anreise am Donnerstag fing schon damit an, dass in unserem kleinen hessischen Sibirien (Hintertaunus) die Straßen spiegelglatt waren. Auf den Autobahn A5, A4 wurden die Stauansagen durch den Äther geschickt. Also, quer durch die Rhön nach Tettau!!

Auf dem Stake-out-Platz war es noch möglich, auf einer tollen Schneedecke sich problemlos zu platzieren. Aber es regnete!! Wie wird es wohl bis Samstag, dem 1.Renntag? 

Freitag dann, Regen, Tag und Nacht, so eine Sch…..!  Am Freitagnachmittag rollte das Gros der Starter an und fand einen Stellplatz in der mittlerweile entstandene Schneematsch- wüste. Da das Orgateam mit den nun widrigen Umständen zu kämpfen hatte, mussten die ankommenden Musher sich für einen Stellplatz selbst einweisen. Das war für die überwie- gende Zahl auch kein Problem. Man weiß ja aus Erfahrung, wie man sich stellen sollte, oder?

19 Uhr dann die Musherbesprechung. Ralf Gutmann der Organisationsleiter und Jochen  Mühl der Rennleiter eröffneten die Runde und teilten uns ohne Beschönigung die Trail- und Rennsituation mit.
 In kurzen Worten zusammengefasst, das Renn- und Orgateam hatte das Beste für das Rennen herausgeholt. Impfpässe, Chiplisten und Money wurden gegen Startnummern ausgetauscht.  Ach ja, Strecke, wie zu erwarten, wegen aufgeweichtem Schnee, etwas verändert und verkürzt.  Statt 36 km konnten nur 30 km angeboten werden. Für uns Touri´s war trotzdem eine Abkürzung möglich. Nach der Besprechung dann der Ausklang am Freitagabend mit Fachsimpelei in gemütlicher Runde, sowie auf das Warten der Nachzügler. Leider finden es die einen oder anderen Musher nicht für nötig, sich telefonisch per Handy abzumelden. Ist nach meinem Dafürhalten sehr unsportlich!

Samstag: 11:00 Uhr Start zum 1.Lauf.
Start und Ziel perfekt, ist ja mein gewesenes Steckenpferd und da schau ich halt auch besonders hin. Von insgesamt 41 Startern gingen zuerst die beiden Pulka-Fahrer, Achim und Gunter, auf die Strecke. Ab 11:10 Uhr wir Tourenfahrer. Ab 11:48 Uhr starteten die L1-Fahrer, L2 ab 12:18 Uhr und LO ab 12:58 Uhr, der letzte Musher ging 13:10 Uhr vom Start weg.
 Ich startete mit 4 Hunden in der Tourenklasse. Mein Team bestand aus Jarvi und Kenou, aus dem Team von Ralf Gutmann und meinen Hunden, Laila und Cicco. Los ging‘s!
Bei der 1.Straßenüberquerung wollte Cicco schon wieder nach Hause umdrehen und in die Box. Streckenposten Ira lenkte ihn geschickt wieder auf den Trail. Danke!
Die Strecke war, wie angekündigt, vom Profil nicht sehr anstrengend, jedoch mit einigen rasanten Kurven, aber der Untergrund! Nicht nur den Hunden fiel streckenweise das Laufen schwer, auch die Musher hatten da beim Pedalieren so ihren Schaff.
Leider war es immer noch regnerisch und neblig, die Sicht in den schönen Frankenwald rund um Tettau also sehr eingeschränkt.
Auf dem letzten Drittel überholte mich schon der Erste aus der Rennklasse, die Startnummer 25. Der Überholvorgang verlief locker und ohne Probleme und ich hoffe, es hatte bei allen so geklappt. Zufrieden, aber nass kam ich am Ziel an. Hatte jedoch etwas abgekürzt mit meinen 21 km. Meine Hunde und die zwei Leasinghunde waren ganz froh darüber, so denke ich. Für meinen Rentner Kenou (11 Jahre) auf diesem Trail, mein Respekt!
Die Start- und Zielsprecherin Evy war am Quasseln und Quasseln, dies lies mich im wahrsten Sinne des Wortes kalt und ich fuhr mit meinem Team ganz schnell in meine Ruhezone.
 Die respektablen Zeiten der Rennfahrer konnten sich nach dem 1.Lauf sehen lassen. Siehe hierzu die Ergebnisliste.

Der Musherabend war gediegen und gemütlich. Der Bürgermeister von Tettau, Hans Kaufmann, begrüßte alle Musher in seinem lockeren, leichten fränkischen Dialekt und eröffnete das Musheressen (für Außenstehende: Das Abendessen, Musher haben wir nicht verspeist). Er bedauerte nicht am Musherabend länger dabei sein zu können, jedoch habe er noch einige Termine zu bewältigen.
Im Anschluss die Mühl‘sche Tombola mit allerlei nützlichem Krimskrams. Alle Lose wurden verkauft und Jochen überreichte den Vertretern des TSV 1860 Tettau den Erlös für die Vereinskasse des TSV.

Sonntagmorgen 9:00 Uhr, Musherbesprechung. Jochen gab bekannt, dass der Trail von Dieter Dressel nochmals präpariert wurde, der Trail trotz Regen nicht schlechter geworden sei. Das Orgateam mit Vater und Sohn Haub vorneweg, haben Schnee in die Löcher geschaufelt. Die besonders kritischen Trailabschnitte wurden herausgenommen, sodass sich die Strecke noch mal auf 25 km verkürzt habe, trotzdem wurden noch Kürzungen für die Touris angeboten. Also, besser wie nix!

Wie geplant, Start 10:00 Uhr. 

In abgeänderter Reihenfolge ginge es zum 2.Lauf auf die Strecke. Mein Start verlief diesmal etwas chaotisch und verwurschtelt. In den ersten 2 km  2x umgespannt, aber dann platzte bei meinem Team endlich der Knoten. Und es regnete immer noch, was der Himmel hergab.
Am Grenzweg, in der ersten Schleife, konnte man die Gespanne schön hintereinander auf der gegenüberliegenden Seite laufen sehen. Einige winkten sich dabei fröhlich zu. An d er Strecke des Rennsteigs, keine Zuschauer nur eine Herde Rinder, die glotzen aber!
Mein Team fuhr die die gesamte 25 km lange Strecke. Der Rennsteig ist auch bei Regen auf dem noch vorhandenen Schnee schön und …nass  waren wir sowieso.
Auf der Zielgeraden in der Sportarena kam Ralf Neubauer mit seinem Team angerauscht, der schnappte mich am Arm und fuhr mit mir durch das Ziel. Hey, das war was! Ich mit so einem Meister, meinem Sportsfreund Ralf, Super!
Am Nachmittag dann die Siegerehrung. Der Bürgermeister, Hans Kaufmann, lies es sich nicht nehmen und verteilte die errungenen Pokale und Urkunden an die Rennteilnehmer. An die drei Erstplatzierten gab es außerdem noch gesponserte Futtersäcke.
 

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse hatte es mir auf dem 3.Rennsteig-Longtrail gut gefallen. Dem Rennleiter, Jochen Mühl, und seinem Orgateam bleibt mir nur noch mal „Danke“ zu sagen. Auch dem TSV 1860 Tettau Team für die Bewirtung mit dem Drum -herum. Insbesondere Dieter Dressel, der den Trail fachkundig unter diesen extremen Verhältnissen präpariert hatte, vielen Dank.
Der Feuerwehr und allen Streckenposten, etc. „Danke“! 
 

Dieter Strube

wieder nach oben

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.