Trainingslager Tettau 2011

Autor: Dieter Strube

Die Marktgemeinde Tettau und  der DSLT !

Gelegen im Frankenland an der Grenze zu Thüringen….., aber wem sage ich das?! Die meisten DSLTler wissen das sowieso.

Durch die DSLT-Trainingscamps, die Frankenwald-Schlittenhunderennen und jetzt die Rennsteig-Longtrails ist eine große Verbundenheit mit den Tettauern entstanden, insbesondere mit der Skisport -Abteilung des TSV 1860. Es sind daraus sogar Freundschaften entstanden.

Diese Verbundenheit haben wir auch wieder bei unserem Einsatz beim Tettauer Nordic-Walking Event im Juni erfahren. Deshalb kamen bei diesem Event dann auch so zögerliche Fragen wie, warum kommt ihr denn nicht mehr im Herbst zum Trainieren? Na, das nahmen wir aber mit nach Hause!

Also flugs mit der Frage an den Sportwart Touren, Thomas Kött. Ja und dann ging es los, denn Thomas kann das!  Die Zeit wurde zwar ein bisschen knapp für Genehmigungen u.s.w., am Ende aber hat alles geklappt und die Ausschreibung konnte veröffentlicht werden. Wohl aus diesem Grund waren es weniger Teilnehmer als sonst. So kamen in diesem Jahr, Gerd Sandweg mit Frau, Martin Winand,  Monika Wagner und Wolfram Schön, Severin Engels und René Lünnemann, Fam. Hoffmann, Thomas und Susanne Kött, sowie Evy und ich, nicht zu vergessen unser DSLT-Präsident, Michael Templin.  Dazu gehören natürlich auch Gerti und Dieter Dressel, unsere „Wirtsleute und Helfer" vorort.  Vermisst wurden Jochen und Birgit Mühl-Reinhardt sowie Hans und Markus Haub. Wenn sie nicht da sind, fehlt was!!!

Nachdem wir mittwochs bei strömendem Regenwetter in Tettau ankamen, wollten wir zunächst der Wetterprognose im Radio nicht recht glauben. Auf der Wiese, die uns die Familie Knabner wieder als Stake-out-Platz zu Verfügung gestellt hatte, stellten wir unseren Wohnwagen ab. Gerti Dressel, die gute Seele aus Tettau, brachte uns auch recht bald den Schlüssel für die Skihütte, dabei versprach sie uns: „Morgen früh, wenn Ihr aufwacht, ist der Himmel blau und die Sonne scheint!“  Skeptisch schauten wir sie an, die herzliche Art, mit der sie uns aufmunterte, wärmte schon ein wenig unser Herz. Ja, ja, die Tettauer! Es ist einfach schön, wenn man sich so willkommen fühlt, deshalb: „Danke dafür!“

Wolfram Schön und Monika Wagner trafen auch bald ein, denn Wolfram wollte Dieter ja bei der Beschilderung der Trainingsstrecke behilflich sein. Etwas müde von der langen Anreise, machte ein guter Kaffee die Lebensgeister wieder flott. Danach zogen die Beiden zum Ausschildern los. Bis zum Abend kamen dann auch die anderen Musher angereist und bezogen ihre Stellplätze.  Am meisten bewunderte ich Severin und René, die an ihrem Auto ihr Zelt aufschlugen und so richtig campierten.  Wir Wohnwagenfreaks sind ja nun doch die Weicheier, oder? An diesem Abend blieb die Skihütte noch unbenutzt.  Wolfram und ich hatten wegen des starken Regens nur einen Teil der Strecke ausgeschildert und wollten den Rest am nächsten Tag frühzeitig fertig stellen.

Am nächsten Morgen zeigten sich Tettau und seine Umgebung tatsächlich bei schönstem Wetter. Es war zwar Reif auf Wiesen und Bäumen, aber der Himmel war strahlend blau. Die Stimmung entsprach diesem schönen Tag. Während Wolfram, Martin und ich gleich nach dem Frühstück weiter die Strecke von 7 plus 3 Kilometer ausschilderten, heizte Evy den Ofen in der Skihütte ein, denn es war doch recht kühl und ab heute wollten wir uns ja gemeinsam darin aufhalten.

Ab 11 Uhr konnten die Musher starten und wer die Gegend kennt, weiß über so einige Gemeinheiten der Strecke, wie z.B. Wasser, Schlamm, Wurzelwerk, verschlossene Schranke, Wenden am Steilhang, etc. Bescheid, besser Mushing geht nicht mehr! Bedingt durch die regenreiche Zeit im Vorfeld war natürlich der Boden zum Teil extrem nass. Unsere Hunde waren so richtig heiß darauf, endlich zu starten, na ja, die Meisten jedenfalls. Nach der ersten Runde waren alle mit der Streckenlänge zufrieden. Es reichte für den Anfang. Den Nachmittag des Tages verbrachte man, trotz kaltem Wind, in der Sonne und bei intensiver Mundgymnastik.  Der Sommer war lang und es gab viel zu erzählen.

Erwähnenswert ist, dass nach dem Training, Severin und René (die beide aus Bassum, Nähe Delmenhorst, angereist waren) zu Gabi Geidel fuhren, um einen Teil der Hunde zu holen und mit ihnen ebenfalls zu trainieren. Ein Weg, der hin und zurück nach Mailes immerhin 200 km betrug. Michael Templin erklärte sich bereit, die Hunde wieder am Sonntag zu Gabi zurückzubringen. So ist das unter DSLT-Musher, man ist füreinander da. „Danke" Euch Dreien für diese Hilfsbereitschaft!

Abends in der Skihütte wurde nicht nur über unseren Sport und Hundefachwissen diskutiert, nee, es wurde auch große Politik gemacht – - – bis zum letzten Absacker.

Freitag, Samstag und Sonntag verliefen ähnlich.  Eine Shopping-Tour im Sporthaus Knabner lohnt sich auch immer, denn dort findet sich stets was für unser Outdoor-Hobby.

Samstag brachte uns Gerti 3 selbst gebackene leckere Kuchen, die wir draußen in der Sonne zu uns nahmen. Einzig die Wespen ärgerten uns, denn auch sie schienen sich zum Kuchenessen an unseren Tischen verabredet zu haben.

Am Sonntag wurde, nach dem letzten Trainingslauf, mit vereinten Kräften wieder abgeschildert.

Der Abschied fiel uns allen wieder schwer. Einzig die Freude darüber, dass wir uns bei einer der nächsten Touren wieder sehen, war ein kleiner Trost. Die Rentnerband, „Evy und ich“, blieben noch bis Montag früh. Zum Dank machten wir in der Skihütte etc. „klar Schiff“. 

Vielleicht ist es ja auch im Herbst 2012 erneut möglich, ein Trainingslager in Tettau anzubieten. Zeigt doch einfach Euer Interesse daran.

Zum Schluss bleibt noch zu sagen: Die Tettauer freuen sich schon auf ein Wiedersehen zum 4. Rennsteig-Longtrail am 2. Wochenende  2012. Sie werden frühzeitig viel Schnee bestellen.

Dieter Strube

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